Info zur Feuerwehrzulage

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36. Laufbahnlehrgang abgeschlossen

Es war mal wieder soweit. Ende April fand in Stetten am kalten Markt die 36. Laufbahnprüfung des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes in der Bundeswehr statt.

Bei der Laufbahnprüfung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst galt auch für alle Prüfungsabschnitte, dass diese nur mit Hygienekonzept unter strengen Auflagen durchgeführt werden konnten. Für die mündliche Prüfung kam kurzfristig noch die durch den Schulkommandeur SABCAbw/GSchAufg angewiesene Durchführung von Corona-Selbsttest hinzu. Diese Maßnahme diente der Sicherheit der Trainingsteilnehmer und des Stammpersonals und trug wesentlich zur Beruhigung der teilweise angespannten Psyche bei.

Die einzelnen Prüfungsteile konnten so nahezu vollständig konform zur Laufbahnordnung durchgeführt werden. Hier die Zusammenfassung des Ablaufes:

2. Teil der Laufbahnprüfung: Insgesamt haben 94 von 95 Trainingsteilnehmer an der praktischen Laufbahnprüfung teilgenommen (4 Brandmeisteranwärterinnen, 68 Brandmeisteranwärter, 1 weiblicher Brandschutzfeldwebel, 21 Brandschutzfeldwebel, 1 Brandschutzfeldwebel ist vor Antritt zur Prüfung erkrankt). Diese Teilprüfung besteht aus einer praktischen Anfahrübung und einer Anfahrübung am Modell, wobei jeweils der Staffelführer geprüft wird. Insgesamt wurden von den 5 Prüfungskommissionen (jeweils 3 Prüfer) 188 Einzelprüfungen im Zeitraum 29.03. bis 01.04.2021 abgenommen. Leider haben 4 Teilnehmende (3 Brandmeisteranwärter und 1 Brandschutzfeldwebel) nicht bestanden.

Einsatzbereite Gebäudebrand- und Geräterüstfahrzeuge warten auf ihren Einsatz (Foto: Roberto Kirstein / Bundeswehr)
Auf zum Einsatz – Die praktische Prüfung als Einheitsführer (Foto: Roberto Kirstein / Bundeswehr)

2. Teil der Laufbahnprüfung: Insgesamt haben 90 Trainingsteilnehmer*innen an der schriftlichen Laufbahnprüfung teilgenommen (4 Brandmeisteranwärterinnen, 65 Brandmeisteranwärter, 1 weiblicher Brandschutzfeldwebel, 20 Brandschutzfeldwebel, 1 Brandschutzfeldwebel ist erkrankt). Am Dienstag, 13.04.2021 wurde die Verwaltungsklausur, am Mittwoch, 14.04.2021 die Klausur zum Thema naturwissenschaftliche Grundlagen und Technik, am 15.04.2021 zum Thema Brandschutz jeweils in der Zeit von 08:00 Uhr bis 11:00 Uhr geschrieben. Alle Teilnehmenden werden zur gleichen Zeit im gleichen Raum geprüft (Chancengleichheit), daher musste aufgrund der Corona-Auflagen eine Sporthalle genutzt werden. In der folgenden Woche wurden im Zeitraum 19. bis 23.04.2021 die Prüfungsklausuren in Stetten am kalten Markt durch 3 Prüfungskommissionen mit insgesamt 23 Angehörigen aus Dienststellen aus dem gesamten Bundesgebiet korrigiert. Leider sind die Ergebnisse nicht bei allen Teilnehmenden zum Bestehenden der Prüfungen ausreichend gewesen. Insgesamt haben 11 Teilnehmende (1 Brandmeisteranwärterin, 4 Brandmeisteranwärter, 6 Brandschutzfeldwebel) die schriftliche Laufbahnprüfung nicht bestanden.

Volle Konzentration bei den schriftlichen Prüfungen (Foto: Roberto Kirstein / Bundeswehr)

3. Teil der Laufbahnprüfung: Die Trainingsteilnehmenden, die die schriftlichen Prüfungen erfolgreich bestanden haben, haben ab Dienstag, 27.04.2021 bis Donnerstag, 29.04.2021 an der mündlichen Prüfung teilgenommen. Die 3 Brandmeisteranwärterinnen, 61 Brandmeisteranwärter, 1 weiblicher Brandschutzfeldwebel und 14 Brandschutzfeldwebel wurden in allen Themengebieten der 18 Monate dauernden Ausbildung durch die Prüfungskommissionen geprüft. Alle Teilnehmenden haben diesen letzten Prüfungsteil erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt 79 frisch ausgebildete Feuerwehrleute wurden bei Abschlussantreten am 30.04.2021 vom Inspektionschef der VII. Inspektion in ihre neuen und alten Dienststellen verabschiedet.

Vom Schulhof an die Platte – Der Führungsvorgang wird hier abgeprüft (Foto: Roberto Kirstein / Bundeswehr)

Text: Oliver Mosbacher – Delegierter und Fachlehrer an der Ausbildungsstätte in Stetten a.k.M.

Info 2021-1

In der nachfolgenden Datei informieren wir, wieder mehrfach im Jahr, über aktuelle Ereignisse und Fortschritte aus unserer Verbandsarbeit zur Verbesserung des Brandschutzes in der Bundeswehr.

Abschluss des Grundlehrgangs unter Corona-Bedingungen

Am 14. und 15.12.2020 fanden die praktischen Abschlussprüfungen für die Teilnehmer am feuerwehrtechnischen Grundlehrgang im 2. Halbjahr 2020 in Stetten am kalten Markt statt. Insgesamt schlossen nach gut 5 Monaten fordernder Ausbildung unter Corona-Bedingungen 95 angehende Feuerwehrleute den Laufbahnlehrgang erfolgreich ab.

Im Rahmen eines Abschlussantretens am Abend des 15.12.2020 wurden den erfolgreichen Teilnehmern symbolisch die Rückenschilder „Feuerwehr“ übergeben. Die Feuerwehrbeamt*innen und Brandschutzsoldat*innen werden im Anschluss den 5-monatigen Praxisabschnitt, die sogenannte „Rundreise“ zu den Bundeswehrfeuerwehren, absolvieren, die Beamt*innen zusätzlich den Verwaltungslehrgang, bevor Sie im Anschluss zum Abschlusslehrgang wieder nach Stetten am kalten Markt kommen.

Beitrag unseres Delegierten Oliver Mosbacher

VdBwFw e.V. und VBB setzen sich für eine intensive Begleitung der Teilnehmenden am Vorbereitungsdienst für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst mit integriertem Studium ein.

Zum Austausch zu den Erfahrungen mit der 2017 geschaffenen Innovation der neuen Laufbahnausbildung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst mit integriertem Studium (Dauer 42 Monate) trafen sich der Bundesvorsitzende des Verbandes der Bundeswehrfeuerwehr e.V. (VdBwFw e.V.), Thomas Schönberger, Robin Bracht (Mitglied im Fachausschuss Ausbildung und zurzeit selbst Laufbahnabsolvent) mit dem Bundesvorsitzenden des Verbandes der Beamten der Bundeswehr e.V. (VBB), Wolfram Kamm, und  der für die Laufbahnausbildung zuständigen Referatsleiterin P I 6 im BMVg, Frau MinR´in Annette Schmidt und Mitarbeitenden des Referates in Bonn.

Bei dem konstruktiven und von Offenheit geprägtem Gespräch waren sich alle Gesprächsteilnehmenden einig, dass dieser Baustein der Ausbildung zur Nachwuchsgewinnung von qualifiziertem Personal für die Bundeswehrfeuerwehren unverzichtbar ist und das damit verbundene Konzept erhalten bleiben soll.

Um nach dem erfreulichen Beginn der Laufbahnausbildung in 2017 und 2018 mit der gewünschten Teilnehmerzahl auch den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung sicherzustellen, werden mit allen Anwärterinnen und Anwärtern dieser Ausbildungsform mit Studium in der nächsten Zeit individuelle Gespräche geführt werden.

Der Verband setzt sich dabei dafür ein, dass auch weitere Tutorien und Anpassungen des individuellen Ausbildungsverlaufs weitestgehend betrachtet werden, um auch den individuellen Erfolg aus Sicht der Studierenden zu befördern. Das schließt aber auch die Bereitschaft der Studierenden ein, durch engagierte Lernbereitschaft den notwendigen Eigenanteil zu einem in beiderseitigem Interesse liegenden Erfolg des Studiengangs beizutragen.

Frau MinR ´in Schmidt betonte ausdrücklich, dass alles Mögliche von Seiten des Ministeriums unternommen werde, damit die Studierenden das Studienziel und somit die Laufbahnausbildung erfolgreich abschließen können.

Weiterhin erkundigte sich der Bundesvorsitzende, Thomas Schönberger, zum Sachstand der sogenannten Fachspezifischen Qualifizierung nach § 38 BLV (Nachfolgeregelung des Praxisaufstiegs).

Die Durchführung dieses Aufstiegsformats ist für 2020 vorgesehen, da die konzeptionellen Arbeiten noch in vollem Gange sind. Beide Verbände bedankten sich für das konstruktive Gespräch und deren Fortführung.

VdBwFw e.V. und VBB – „Gemeinsam sind wir stark und schaffen Verbesserungen“

Neue Mitstreiter

Mittlerweile findet seit gut 2 Jahren eine eigene Laufbahnausbildung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst bei der Bundeswehr statt. Hier kann man sich mit oder ohne Studium, jedoch mindestens mit entsprechender Schulreife (allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife Technik) auf eine Laufbahnausbildung bewerben. Dies war notwendig geworden, da der Bedarf an Feuerwehrkräften aus dem gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst sehr gestiegen war.

Mit großen Anstrengungen schaffte es die Bundeswehr, insbesondere der Organisationsbereich IUD, hier in Kürze eine Lehreinrichtung zu errichten und einen Kooperationspartner für das Studium (42-Monate Laufbahnausbildung mit Bachelor-Studium der Sicherheitstechnik) zu finden und den Ablauf der Laufbahnausbildung festzulegen.
Doch, wie man landläufig sagt, wo gehobelt wird, da fallen Späne. So ist nicht alles Gold was glänzt und es gibt einige Hürden, welche die Ausbildung mit Studium mit sich bringt.

Daher wendeten sich zwei junge Kollegen Brandoberinspektorenanwärter an unseren Verband, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Bei unserer letzten Bundesvorstandssitzung besuchten uns Robin Bracht und Nicolas Häpp. Sie schilderten und zahlreiche Probleme für die Studierenden und fehlende Ansprechpartner für ihre Probleme. Auch wenn sich für sie wohl kaum noch was ändern lässt, haben sie das Interesse nachfolgenden Anwärtern und Anwärterinnen zu helfen, sodass sich die ein oder anderen Probleme vermeiden lassen sollten.

Wunsch der beiden ist es durch Workshops, Besprechungen mit Auszubildenden, Ausbildern und Interessierten Fachempfehlungen zu erarbeiten, die aus Sicht der Verbandes, die Ausbildungsqualität steigern und das sehr hohe Niveau der Laufbahnausbildung des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes der Bundeswehrfeuerwehr zu verbessern und zukünftige Brandoberinspektorenanwärter/Innen besser zu informieren. Wir, der Verband der Bundeswehr-Feuerwehren, unterstützen das Vorhaben und wollen hierfür eine entsprechende Plattform bieten.

Erste Gespräche mit Verantwortungsträgern im Ministerium haben nun schon, zusammen mit dem VBB, statt gefunden. Wir werden in Kürze hierüber zusammen berichten.

Sie haben Interesse an der Ausbildung zum gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst bei der Bundeswehr?
Hier gibt’s die Informationen und den direkten Kontakt:

https://www.bundeswehrkarriere.de/bachelor-sicherheitstechnik/138580

https://www.bundeswehrkarriere.de/laufbahnausbildung-gehobener-feuerwehrtechnischer-dienst/138428